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Der Klimabonus wird bekanntlich abgeschafft. Damit verlieren die Menschen in Österreich die Kompensation für die Mehrbelastung durch die CO2-Steuern. Der Bonus wurde als Ausgleich für die höhere Bepreisung von Diesel, Benzin und Co. eingeführt. Dieser wurde bisher gestaffelt je nach Wohnort an die Bevölkerung zurückbezahlt.
Bei der letzten Auszahlung im September 2024 wurden pro Person zwischen 145 und 290 Euro ausgeschüttet - für Kinder je die Hälfte. Für viele Haushalte - insbesondere jene mit geringem Einkommen - war diese Zahlung eine notwendige finanzielle Entlastung. Die CO2-Steuer von derzeit 55 Euro pro Tonne CO2 sorgte immerhin auch für steigende Heizöl- und Spritpreise in Österreich.
Noch immer können sich hunderttausende Menschen in Österreich ihre Klimaboni für die Jahre 2022 bis 2024 beim Klimaschutzministerium abholen. Insgesamt liegen pro Person noch bis zu 1.010 Euro zur Abholung bereit. Wer darauf Anspruch hat und wer ihn derzeit noch im Rahmen der zweiten Auszahlungswelle für 2024 per Post zugestellt bekommt, erfährt man hier auf Finanz.at.
Aufgrund der Budgetsanierung wird der Klimabonus abgeschafft und spart im Staatshaushalt so rund 2,1 Milliarden Euro alleine im heurigen Jahr 2025 ein. Bereits zuvor wurde bekannt, dass seit seiner Einführung um über 4,1 Milliarden Euro mehr an die Bevölkerung zurückbezahlt als durch die CO2-Steuern eingenommen wurde.
Entlastung: Teilkompensation soll 2026 kommen
Als Ausgleich für den Entfall des Klimabonus sollen Pendlerinnen und Pendler ab 2026 eine Teilkompensation erhalten. Zu diesem Zweck soll laut Regierungsprogramm ein neuer steuerlicher Absetzbetrag eingeführt werden. Damit möchte man eine "treffsichere Lösung" schaffen.
Pendlerinnen und Pendler erhalten schon jetzt im Rahmen der Lohnverrechnung oder beim Lohnsteuerausgleich die Pendlerpauschale von bis zu 3.672 Euro jährlich. Finanz.at hat berichtet.
Gegenüber der Tageszeitung Heute erklärt Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), dass diese neue Kompensation noch im Detail ausverhandelt werden müssen. Die Spielräume dafür sind "kleiner als wir gerne hätten, aber sie sind vorhanden", so Stocker.
Mehr Informationen: Klimabonus
